Antler Forke

Vor einiger Zeit hab ich mich auch schon mal an einem Antler versuchet (Bild), der ist aber mittlerweile beim meiner Besten Freundin eingezogen, deshalb hab ich beschlossen mir einen neuen zu machen.

Heimische Abwurfstangen habe ich ausreichend zur Auswahl, mein Vater (ehemaliger Jäger) hat mir eine ganze Kiste voll überlassen.
Davon habe ich mir eines der größeren Stücke mit gleichmäßiger Krümmung ausgesucht.
Durch Zufall habe ich beim Fressnapf Abwurfstangen entdeckt, die noch ein bißchen größer sind. Und da es dort bereits halbierte, deutlich dickere Stücke dabei hatte, habe ich einfach zugeschlagen. Kostenpunkt war 8.99€ für Größe M.

Abwurfstange Fressnapf

Hier im Vergleich mit der einheimischen Abwurfstage:
Vergleich einheimische Abwurfstange

Zuerst habe ich die grobe Form aufgezeichnet und hab das obere Ende mit einer Gehrungssäge gerade abgesägt. Eine gerade Fläche ist für das saubere Anbringen des Toppers extrem wichtig.
Beim Zusägen von so kleinen Teilen lege ich immer ein Holzstück unter damit ich eine gerade Auflagefläche habe und fixiere das Stück dann noch mit einer Schraubzwinge so dass nichts mehr verrutschen kann.

Antler angezeichnet

Gehrungssäge

Für den Topper habe ich mir ein Reststück Pflaumenholz mit wunderschöner Maserung ausgesucht.

Holz anpassen

Da die Abwurfstange etwas dicker als mein Holz war, hab ich mir sowohl Antler als auch das Holz angezeichnet.

Antler angezeichnet

Holz angezeichnet

Von der Abwurstange hab ich mit dem Dremel (Aufsatz Schleifzylinder) etwas Material abgenommen, und aus dem Holzstück habe ich grob ein passendes Stück ausgesägt.

Jetzt kommt der etwas knifflige Teil:
Um den Topper zu pinnen benutze ich kleine Nägel, bei denen ich den Kopf entferne.
Mit einem 1,6mm Bohrer habe ich zwei Löcher ungefähr mittig in das Holz gebohrt.
Um mit dem Bohrer mit zu verrutschen hab ich mit einem Nagel angekörnt (einen richtigen Körner besitze ich nicht, aber das tuts auch). Um ca. eine Tiefe von 4-5mm zu erreichen habe ich den Bohrer einfach mit einem weißen Stift markiert.
Dann habe ich mir zwei Nägel auf ca. 6mm gekürzt und hab sie mit der Spitze nach oben in die Bohrung gesteckt. Man muss etwas aufpassen, dass die Nägel nicht zu kurz werden, sonst kann es sein, dass man sie nicht mehr aus der Bohrung bekommt… also lieber auf zwei mal kürzen.

Holz mit Nagel

Dann setzt man das Holzstück auf die Abwurfstange und klopft mit einem Hammer leicht auf das Holzstück. Durch die Nägel ergibt sich eine Markierung für die Bohrung an der Abwurfstange.
Wenn dann alles passt, sieht es in etwa so aus:

Antler gepinnt

Antler mit Holztopper

Falls es an einer Stelle noch nicht 100% ig stimmt, kann man mit einem Hammer, durch leichtes Klopfen noch ein bißchen korrigieren.

Jetzt wird gepinnt:
Dazu habe ich zwei Nägel auf die passende Länge gekürzt um die 2 Bohrungen zu verbinden.
Zum Kleben verwende ich 2-Komponentenkleber von UHU mit einer Trocknungszeit von 5min.
Um die Farbe etwas anzupassen (falls doch mal ein kleiner Spalt entsteht) habe ich Holzmehl (aus demselben Holz) zum Kleber gemischt.
Jetzt muss das ganze erst mal gut trocknen (mindestens 1 Tage – lieber länger).

Kleben

Topper geklebt

Nachdem alles gut getrocknet war, habe ich mit einer Laubsäge die Zinken ausgesägt. Das Sägen mit einer Laubsäge ist sehr einfach, man braucht nicht sonderlich viel Kraft und man muss eigentlich nur darauf achten, dass man die Säge immer gerade hält.
Nichts ist ärgerlicher als am Ende fest zu stellen, dass man schief gesägt hat.

Aussägen
Aussägen2

Und nun geht es an die Handarbeit 😉
Das Material ist im Vergleich zu gängigem Holz sehr hart und schwer zu bearbeiten.
Und gerade bei den Zinkenabständen gibt es zur Feile kaum eine Alternative. Der Zwischenraum muss so lange bearbeitet werden, bis keine Riefen vom Sägen mehr zu sehen sind.
Dass die Hände danach etwas schmerzen ist völlig normal… am Besten man legt erst mal einen Tag Pause ein.

Feilen

Wenn man noch nicht genug hat, kann man den Topper schon mal groß in Form feilen um ein Gefühl für das Gesamtbild zu bekommen.

Feilen2

Nun wird die endültige Form herausgearbeitet. Dazu hab ich die gewünschte Form mit einem weißen Stift direkt auf dem Antler/ Holz aufgezeichnet.

Form

Um die Färbung/ Struktur des Antlers beim Feilen des Toppers nicht zu zerstören, habe ich ein Klebeband um den Antler gewickelt.

Form2

Ist die Form fertig, wird Antler und Topper geschliffen. Dazu kann dasselbe Schleifpapier verwendet werden.
Je nachdem wie viel man von der Farbe/ Struktur des Antlers erhalten möchte steigt man für die Antleroberfläche erst einer feineren Körnung (600) ein um nicht zuviel Material abzutragen.
Für den Topper, die Rückseite und die Zinkenabstänge fängt man bei Körnung 120 an.
Ich habe folgende Reihenfolge verwendet:

  • 120
  • 240
  • 400
  • 600
  • 1200

Geschliffen

Und dann gehts ans Polieren.
Dazu verwende ich Schleifpads und Schleifleinen von Micromesh mit einer Körnung von 1500-12000. Für einfaches Holz und Horn ist es sicher nicht nötig, ich liebe aber einfach den Look und das Anfassgefühl. Man braucht dafür etwas Geduld, aber ich finde das es lohnt sich.
Aber seht einfach selbst:

Poliert
Poliert

Am Schluss reibe ich Topper und Antler mit ein wenig Holzwachs ein, das gibt nochmal zusätzlich einen schönen Schimmer und es pflegt Holz und Horn.

Gewachst

1 comment

  1. Alex August 8, 2016 8:33 pm 

    Ayat xleh blahhh &#2ua0;Alhamd8lill2h, saya dan Watie adalah orang yang paling bahagia sekarang ini. Tidak terkira cinta saya pada dia, dan saya sangat bertuah kerana memiliki dirinya.Hurm semua artis macam tu lah..nnti cuba tgk kalau dah bercerai apa plak statement diaorg ni..Boring la artis pnya statement sekarang ni…Well-loved.

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